Solaranlage auf Dach

Solarkollektoranlagen

Solarkollektoranlagen werden für die Unterstützung der Warmwasseraufbereitung und für die Unterstützung der Raumheizung eingesetzt.

Im Gebäudebestand liegt der Fördersatz bei bei 30%. Wenn die Maßnahme zuvor in einem Sanierungsfahrplan (iSFP) abgebildet wurde, wird ein Förderbonus von 5% wird gewährt,
Als Antragsteller können Sie zwischen einem Zuschuss und einem zinsgünstigen Kredit mit Tilgungszuschuss auswählen.

Solarkollektoranlagen

Die Montage der Kollektoren kann grundsätzlich auf allen Dächern erfolgen. Bei Flachdächern oder Schrägdächern mit geringer Neigung gibt es die Möglichkeit den optimalen Neigungswinkel durch eine Unterkonstruktion zu erreichen. Einige Varianten (Vakuumröhrenkollektoren) eignen sich sogar für die Montage an Gebäudefassaden. Optimal ist eine Ausrichtung nach Süden, aber auch eine Ost-West-Ausrichtung hat Vorteile, da die Einstrahlung am Morgen und am Abend häufig auch die Zeit mit dem höchsten Warmwasserbedarf ist.

Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung

Diese Anlagenausführung dient rein der Trinkwasseraufbereitung. Neben den Kollektoren muss auch der passende Trinkwasserspeicher (bivalent mit zwei Wärmetauschern), eine Solarstation mit Pumpe und eine Regelung zur Steuerung der Pumpe installiert werden. Die Größe der Anlage (Kollektorfläche und Speichervolumen) ist abhängig von der Anzahl der Personen in einem Gebäude und dem daraus resultierenden Warmwasserbedarf. Besonders in den Sommermonaten kann die Anlage einen Großteil der Trinkwassererwärmung abdecken, so dass der eigentliche Wärmeerzeuger nur selten zum Einsatz kommt.

Mindestanforderungen Gebäudebestand (Trinkwasseraufbereitung)

Die Fläche (Bruttokollektorfläche) der Kollektoren muss mindestens 3m² aufweisen. Das entspricht in der Regel einem Kollektorfeld, dass aus mindestens 2 Kollektoren besteht. Der Speicher muss ein Mindestvolumen von 200 Liter fassen.
(weitere Anforderungen sind zu beachten).

Anlagen zur Heizungsunterstützung

Heizungsanlage

Neben der Erwärmung des Trinkwassers können Solaranlagen auch zur Unterstützung der Raumheizung genutzt werden. Diese Anlagen bestehen aus mehreren Kollektoren und einem Pufferspeicher. Die Kollektorfläche wird hauptsächlich anhand der Gebäudegröße und des Wärmebedarfs ermittelt. Je größer die Kollektorfläche, desto größer das benötigte Speichervolumen.
Den höchsten Deckungsanteil erzielen diese Anlagen in den Übergangszeiten Frühling und Herbst, da in diesen Perioden Heizbedarf und Sonnenstunden aufeinandertreffen. Auch im Winter kann an sonnigen Tagen ein Solarertrag generiert werden. Dieser Ertrag reicht jedoch nicht zur Bereitstellung der benötigen Wärmeenergie aus, so dass hier immer ein weitere Wärmeerzeuger benötigt wird.

Alex-Lueckge-Abteilungsleiter-Privatkunden-Muenster
Alexander Lückge B.Eng.
Abteilungsleiter Privatkunden