Förderung Abwärmenutzung

Abwärmenutzung: KfW 494 und BAFA QST im Vergleich

Mit den Förderprogrammen des Bundes Im Bereich der Abwärme werden die Modernisierung, Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme für Unternehmen, Gewerbe, Industrie und Handel hoch gefördert. Insbesondere Bäckereien oder Backofenhersteller können von diesen Programmen profitieren. In unserem Blog stellen wir die Förderprogramme der KfW und des BAFAs gegenüber.

Vermeidung und Nutzung von Abwärme:

Geld verbrennen

Prozessoptimierung sowie die Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien zur Vermeidung bzw. Nutzung von Abwärme helfen dabei teure Energie einzusparen. Auch die Dämmung und Isolierung dieser Anlagen sowie Rohrleitungen und Armaturen sparen wertvolle Energie ein.

Des Weiteren werden Aufwendungen für die Erstellung eines Konzepts für die Abwärmenutzung oder Vermeidung (einschließlich Umsetzungsbegleitung und Controlling durch externe Sachverständige) bezuschusst.

Unsere Übersicht zeigt die beiden Programme der KfW und der BAFA im Vergleich!

KfW 494 vs. BAFA QST

KfW 494

BAFA QST

Was wird gefördert?

Innerbetriebliche Vermeidung/Nutzung von AW:

  • Prozessoptimierung
  • (Beimischung von Altbrot in Biomassekessel)
  • Umstellung von Produktionsverfahren auf energieeffiziente Technologien zur Vermeidung/Nutzung von AW (Umluft- / Wärmerückführung Ofen, Schamottsteine etc.)
  • Dämmung von Anlagen, Armaturen und Rohrleitungen (Dämmung Ofen, Rohrleitungen etc.)
  • AW Rückführung in Produktionsprozesse (Abgaswärmetauscher / Schwadenwärmetauscher)
  • Vorwärmung anderer Medien
    • Warmwasserspeicher Heizungsanlage
  • Stromeffizienzmaßnahmen in unmittelbarem Zusammenhang mit AW-Maßnahme (evtl. Ventilatoren für effizienten Umluftbetrieb, Ofensteuerung)

wie beim Programm KfW 494

Wer wird gefördert?

  • In- und ausländische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden
  • Unternehmen, an denen Kommunen beteiligt sind
  • Unternehmen, die Contracting-Dienstleistungen gemäß DIN 8930-5 anbieten und im eigenen Namen und auf eigene Rechnung tätig sind
  • Freiberuflich Tätige
  • Unternehmen, die eine Gewerbeanmeldung, einen Handelsregisterauszug oder einen Auszug aus der Handwerksrolle vorweisen können

Konditionen

Bis 40 % Investitionszuschuss auf Investitions(mehr)kosten:

  • Nicht KMU:
    • 30 % der förderfähigen Kosten bei Förderung nach De-minimis bzw. der InvestitionsMEHRkosten nach AGVO
  • KMU:
    • + 10 % also 40 % der Investitions- oder Investitionsmehrkosten

Bis 30 % Investitionszuschuss auf Investitions(mehr)kosten:

  • Nicht KMU:
    • 20 % der förderfähigen Kosten bei Förderung nach De-minimis bzw. der InvestitionsMEHRkosten nach AGVO
  • KMU:
    • 30 % der Investitions- oder Investitionsmehrkosten

Technische Anforderungen

  1. Analyse des Ist-Zustandes
  2. Analyse alle Wärmeströme und Anlagentechnik. Details im technischen Merkblatt
  3. Analyse möglicher Maßnahmen
  4. Beschreibung der geplanten Maßnahmen mit Energie/CO2-Einsparung (keine Angabe zur Höhe der erforderlichen Energieeinsparung)

+ Wirtschaftlichkeitsanalyse

  1. Analyse des Ist-Zustandes
  2. Analyse alle Wärmeströme und Anlagentechnik. Details im technischen Merkblatt
  3. Analyse möglicher Maßnahmen
  4. Beschreibung der geplanten Maßnahmen mit Energieeinsparung (hier mindestens 25 %)

Kumulierung

Die Förderung nach dieser Richtlinie schließt die Inanspruchnahme von öffentlichen Mitteln anderer Förderprogramme des Bundes und der Bundesländer für dieselbe Maßnahme aus. Davon ausgenommen sind Mittel für die Inanspruchnahme einer Energieberatung nach der Richtlinie über die Förderung von Energieberatungen im Mittelstand vom 01. Dezember 2015 (BAnz AT 16.12.2015 B1). Eine Doppelförderung des Abwärmekonzepts ist ausgeschlossen.

Eine Kumulierung von Zuwendungen ist nur insofern und insoweit möglich, als diese nach den beihilferechtlichen Regelungen (De-minimis-VO, AGVO) zulässig ist und sofern die Summe der Beihilfewerte aus Krediten, Zuschüssen oder Zulagen den jeweiligen Beihilfehöchstbetrag nicht übersteigt. Die Berechnung der Beihilfeintensität erfolgt durch die KfW.

Im Rahmen der Richtlinie besteht für die Optimierung technischer Systeme die Möglichkeit einer Förderung der für die Erstellung des Energieeinsparkonzepts / Abwärmenutzungskonzepts in Anspruch genommenen Energieberatung.

Voraussetzung für die Förderung der Beratungsleistungen ist, dass bislang keine Energieberatung im Rahmen des Programms „Energieberatung im Mittelstand“ durchgeführt wurde. Grundlage für das bei Förderung der Optimierung technischer Systeme erforderliche Energieeinsparkonzept / Abwärmekonzept kann auch eine durch das Programm „Energieberatung im Mittelstand“ geförderte Beratung sein. Eine Kumulation der Förderung von Beratungsleistungen ist jedoch ausgeschlossen.

Laufzeit

Investitionszuschuss KfW 494 bis 31.12.2018

Investitionszuschuss BAFA QST bis 31.12.2019

Abkürzungsverzeichnis

AW = Abwärme

AGVO = Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung

KfW = Kreditanstalt für Wiederaufbau

KMU = Klein- und mittelständische Unternehmen

BAFA = Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Download Flyer Förderung für Backöfen

Rechtzeitig vor Umsetzungsbeginn beantragen!

Bitte beachten Sie, dass die meisten Fördermittel unbedingt vor Umsetzungsbeginn (Beauftragung gilt bereits als Umsetzungsbeginn) beantragt werden müssen!

Setzen Sie sich bitte rechtzeitig mit uns in Verbindung!

Sie haben Fragen? Kontaktieren Sie unsere Ansprechpartner!

Marcel Stüer M.Eng.
Abteilungsleiter Gewerbe, Industrie & Handel

Marcel Stüer leitet als gelernter Technischer Zeichner und Master of Engineering im Umweltingenieurwesen die Abteilung der Gewerbekunden und unterstützt Sie im Bereich der Förderungen für Neubau- und Sanierungen Ihrer Immobilie oder Anlagentechnik. Herr Stüer führt Energieaudits nach DIN EN 16247-1 durch und untertützt Sie bei der Einführung der DIN EN ISO 50001.

Jan Müller M.Eng.
Projektingenieur

Jan Müller ist gelernter Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik, Bachelor im Umweltingenieurwesen und Master (M.Eng.) des Studiengangs "energieeffizientes und nachhaltiges Bauen". Er unterstützt Sie bei Sanierungskonzepten kommunaler Gebäude sowie bei der Fördermittelberatung und im Bereich der thermischen Gebäudesimulation.

Katharina Oelerich B.Eng.
Projektingenieurin Gewerbe, Industrie & Handel

Katharina Oelerich hat als Bachelor des Wirtschaftsingenieurwesens und Masterandin im Technisches Management Erfahrungen im Bereich Energiemanagement und Energietechnik. Frau Oelerich ist Ihre Ansprechpartnerin für Fragen Rund um das Thema des Energiemanagemetsystems nach DIN EN ISO 50001, Energieaudit und der Energieberatung im Mittelstand.