Mieterstrom? - Schulung für das Planungsbüro Bode

Mieterstrommodelle fördern die simultane dezentrale Nutzung regenerativ erzeugter Energie. Dies ist aber nicht der einzige Vorteil der Modelle. Betreiber haben die Chance anstatt einer geringen Vergütung des Stroms bei Einspeisung in das Stromnetz höhere Gewinne über den Verkauf des Stroms an die Mieter zu erzielen. Der Vorteil für die Mieter ist: Der Mieterstrom ist mindestens 10% günstiger als der Grundversorger.

Mieterstrom - Was ist das?

In Mieterstrommodellen betreibt der Vermieter eine Anlage zur Stromerzeugung wie eine Photovoltaik-Anlage oder ein BHKW. Der Strom wird im, am oder auf dem Gebäude erzeugt und direkt von den Mietern verbraucht. Der Strombedarf, der nicht über die Anlage gedeckt wird, wird als Reststrom aus dem Netz gezogen. Dafür, dass die Mieter den dezentral erzeugten Strom verbrauchen, bezahlen sie weniger für den Strom, als wenn sie diesen ganz aus dem Netz beziehen würden.

Gesetz zur Förderung von Mieterstrom

Das Mieterstromgesetz vom 17. Juli 2017 regelt die Rahmenbedingungen von Mieterstrommodellen, wie die Höhe des Zuschlags für Mieterstrom, die Höhe des Preises für die Mieter und wo solche Modelle zum Einsatz kommen dürfen. Die erzeugenden Anlagen müssen an in oder auf einem Gebäude sein, dass mindestens zu 40 % als Wohngebäude genutzt wird. Eine Anlage in unmittelbarer räumlicher Nähe zählt auch als Mieterstromanlage.

Viertelstundenmessungen für jeden Mieter!

Für die messtechnische Realisierung eines Mieterstrommodells sind genaue Messungen am regenerativen Stromerzeuger, an den Anschlüssen der Mieter und am Netzkoppelpunkt gefordert. Viertelstundenmessungen am Erzeuger und in den einzelnen Wohnungen garantieren die faire und exakte Berechnungen des Mieterstromanteils. Die Vernetzung und Kommunikation der Zähler miteinander im Haus wird durch die Firma Lackmann realisiert, die verantwortlich für die Schulung der Mitarbeiter von Bode war.

Welche Vorteile ergeben sich...

für Vermieter:

  • Vergütung des Mieterstroms, anders als bei selbsterzeugtem und verbrauchten Strom aus normalen PV-Anlagen
  • höhere Gewinne durch den Verkauf an die Vermieter als durch die EEG-Einspeisevergütung
  • besonders lohnenswert beim Einsatz eines Blockheizkraftwerks

für Mieter:

  • keine Kopplung mit dem Mietvertrag
  • Preisobergrenze des Mieterstroms mindestens 10 % günstiger als der Grundversorgertarif

Haben Sie Fragen oder möchten Sie selbst ein Mieterstrommodell umsetzen? Dann melden Sie sich gerne bei uns!