Für ein freistehendes Zweifamilienhaus aus den 1950er-Jahren wurde eine umfassende Bestandsaufnahme mit anschließender Sanierungskostenschätzung erstellt. Ziel war es, den technischen Zustand der Immobilie transparent zu bewerten, die wesentlichen Modernisierungsbedarfe zu identifizieren und eine belastbare Grundlage für weitere Entscheidungen zu schaffen.
Bei der Besichtigung zeigte sich ein überwiegend baujahrestypischer Zustand mit mehreren technisch und energetisch relevanten Schwachstellen. Die Elektroinstallation wurde als deutlich auffällig bewertet, die Heizungsanlage stammt aus den 1990er-Jahren und basiert auf Öl, die Fenster sind überwiegend älteren Baujahrs und energetisch nicht mehr zeitgemäß. Auch das Dach war nicht ausgebaut, unbeheizt und nur mit begrenzter Dämmung versehen.
Im Rahmen der Analyse wurden unter anderem die Elektroinstallation, die Heizungsanlage, Fenster und Haustür, Dachflächen, Innenausbau, Bodenbeläge sowie Feuchtigkeitsthemen im Keller betrachtet. Dabei zeigte sich ein altersbedingter Sanierungsbedarf in mehreren Gewerken. Besonders relevant waren die Erneuerung der Dachflächen inklusive Dämmung, die energetische Verbesserung der Gebäudehülle, der Austausch veralteter Fenster und Türen sowie die Umstellung der Wärmeversorgung auf eine moderne Luft-Wasser-Wärmepumpe.
Die Sanierungskostenschätzung umfasste elf Maßnahmenpakete mit einem gerundeten Nettobaukostenvolumen von rund 234.000 €. Unter Berücksichtigung von Nebenkosten und Reserve ergab sich ein Gesamtbudget von rund 326.000 € brutto. Die Kostenkennzahl lag bei etwa 2.040 €/m² Wohnfläche.
Durch die strukturierte Bewertung erhielt der Auftraggeber eine klare Entscheidungsgrundlage für die technische, energetische und wirtschaftliche Einordnung der Immobilie. Ebenso eine Grundlage um die Finanzierung sinnvoll auf die Beine zu stellen und so die optimalen Fördertöpfe / Förderdarlehen zu nutzen.