Heizlastberechnung

Berechnung der Raumheizlast

Durch die Berechnung der Heizlast wird ihr Wärmeerzeuger auf die tatsächlich benötigte Größe abgestimmt. Sie verlieren kein Geld durch eine zu große Auslegung Ihrer neuen Heizungsanlage. Sparen Sie gleich zweimal! Die bedarfsgerechte Auslegung einer Heizungsanlage reduziert nicht nur die Investitionskosten erheblich sondern auch die laufenden Kosten in der Zukunft werden deutlich reduziert.

Gerne beraten wir Sie zum Thema Heizlastberechnung und prüfen ob, eine Berechnung in Ihrem Fall sinnvoll ist. Bei der Ausarbeitung berücksichtigen wir Ihre Vorgaben und Wünsche um so eine bedarfsgerechte Dimensionierung Ihrer neuen Heizungsanlage zu gewährleisten.

Ab welcher Gebäudegröße sollte eine Heizlastberechnung durchgeführt werden? Anlagen im Gebäudebestand sind in den allermeisten Fällen überdimensioniert. Die Wärmeleistung und die Auslegung der Rohrleitungen wurden in der Vergangenheit großzügig kalkuliert, da Brennstoffkosten geringer waren und der Ausstoß von Emissionen noch nicht mit der heutigen Sorgfalt geprüft wurde.

Heute werden die Anlagen bedarfsgerecht ausgelegt.

Heizlastberechnung ja…aber nicht detailliert:

Für 1-2 Familienhäuser, die mit einer Brennwerttherme (Gas oder Öl) versorgt werden, ist aus folgenden Gründen oftmals keine exakte Berechnung notwendig:

  • Die Leistung der verfügbaren Brennwerttherme (Gas oder Öl) ist oft höher als die tatsächlich benötigte Leistung (bei vielen Herstellern liegt die kleinste Geräteausführung bereits über 10 kW).
  • Die Geräte werden modulierend (Gas) bzw. stufenweise (Öl) betrieben. Das bedeutet, dass die Geräte die Leistung stets den aktuellen Anforderung anpassen können. Ist ein Gerät zu groß ausgelegt, kann es auf Grund dieser Eigenschaft trotzdem bedarfsgerecht betrieben werden.
  • Der Mehrpreis für ein Gerät mit größerer Leistung (z.B. Vergleich 15 kW zu 25 kW) ist meistens so gering, dass sich durch eine detaillierte Berechnung kaum Einsparpotenzial bei den Investitionskosten ergibt.
  • Wird die Warmwasseraufbereitung über die Zentralheizung realisiert, muss die Anlage eine gewisse Mindestleistung erbringen, die bei kleinen Gebäuden oft höher ist als die notwendige Leistung zur Wärmeversorgung.

Heizlastberechnung…auf jeden Fall detailliert:

Beim Einsatz von regenerativen Anlagen (Wärmepumpen, Holzpellet-Anlagen, Solaranlagen) ist eine detaillierte Berechnung immer sinnvoll

  • Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien verfügen nur selten über einen großen Modulationsbereich. Für eine bedarfsgerechte Betriebsweise ist eine genaue Auslegung erforderlich. Außerdem können durch eine falsche Auslegung Schäden an der Anlage verursacht werden.

Zum Beispiel: Wird die Bohrung einer Wärmepumpenanlage zur Nutzung der Erdwärme zu klein ausgelegt, kann durch eine Überlastung der Wärmequelle (Erdsondenbohrung bzw. Erdkollektor) die teure Wärmequelle beschädigt werden.

  • Im Bereich der Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien können die Investitionskosten durch eine bedarfsgerechte Auslegung erheblich reduziert werden.

Zum Beispiel: Wird eine Wärmepumpe mit der Wärmequelle Erdreich (Erdsondenbohrung) zu groß ausgelegt, entstehen gleich an verschiedenen Positionen Mehrkosten.

  • größere Wärmepumpe (ggf. Mehrkosten für größeren Pufferspeicher)
  • mehr Bohrmeter (Mehrkosten liegen bei ca. 1000 €/kW)

Für den Bereich Mehrfamilienhäuser und gewerblich genutzte Einheiten

Ab einer gewissen Gebäudegröße ist eine Heizlastberechnung immer sinnvoll.

Je größer der Bedarf desto höher auch das Einsparpotenzial. Bei Anlagen mit einer höheren Leistung spielen auch andere Faktoren eine Rolle die sich erheblich auf die Investitionskosten auswirken können:

  • Kann ein wandhängendes Gerät verwendet werden, oder muss die bodenstehende Variante genutzt werden
  • Pumpengruppen und Verteiler werden anhand der benötigten Leistung ausgelegt
  • Der Durchmesser der Abgasleitung muss größer dimensioniert werden
  • Die Gasleitung muss in einer größeren Nennweite verlegt werden

50% Zuschuss

Immer dann, wenn Sie für ein Vorhaben KfW- Fördermittel nutzen, werden 50% der Baubegleitungskosten gefördert.
Die Berechnung der Heizlast fällt unter diese Kosten

Alexander Lückge B.Eng.
Abteilungsleiter Privatkunden